Asant, Asafötida, Hing oder Teufelsdreck

Asant — ein Gewürz, das nur in der indischen und vedischen Küche gebräuchlich ist. Asant verwende ich sehr gerne. Asant (Ferula assa-foetida), auch bekannt als Stinkasant (hindi: हिंग Hing, urdu: Hei-ng) oder Teufelsdreck, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Das Verbreitungsgebiet reicht vom Iran, Afghanistan, Russland bis ins westliche Pakistan. Außerhalb Indiens ist es wenig bekannt. Es ist eine getrocknete, harzähnliche Substanz, die aus den Wurzelstöcken verschiedener Arten von Ferula oder auch Riesenfenchel, gewonnen wird. Asant ist besonders beliebt bei indischen Brahmanen, denen der Genuss von Zwiebeln und Knoblauch aufgrund ihrer angeblichen aphrodisierenden Wirkung verboten ist. Gerne verwenden die Brahmanen daher den Teufelsdreck, das in Öl gebraten einen ähnlichen Duft wie Zwiebeln und Knoblauch verströmt.

Als ich das erste mal überAsafötida las, war ich sehr neugierig. Heisst es doch oft: Der Name rührt daher, das es so betörend und unangenehm riechen würde. Ein kleines Stück könnte schon dazu führen, dass die ganze Küche stinke. Nun, das habe ich nie erlebt.  Im Gegenteil: Ich liebe den Geruch. Möglicherweise liegt das aber auch daran, das wir hier nicht das reine Harz kaufen können, sondern ein Pulver, das mit Weizenmehl gestreckt ist.

Asafötida wird in erster Linie zum Würzen von Hülsenfrüchte und Gemüse verwendet. Asafötida soll krampflösend wirken. Es wurde früher einesetzt gegen Hysterie und als Beruhigungsmittel. In Indien kuriert man damit Blähungen und Bronchitis. Seit dem Altertum galt Asa foetida außerdem als Aphrodisiakum und wurde über Jahrhunderte in der Liebesmagie eingesetzt.

Tags: Gewürze, Asant

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